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26-06-2015 13:30

Im Anlass an die Kennzeichnung des 26.Juni – Internationalen Tages gegen Folter Es ist skandalös, dass der Staat Bosnien und Herzegowina trotz der gerichtlich festgelegten Tatsachen noch immer nicht das Gesetz über Rechte der Folteropfer verabschiedet hat und damit die Existenz der Konzentrationslager und der dort getöteten Opfer leugnet...

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Wegen der grossen Notdurft der Srebrenica-Rückkehrer haben wir in Zusammenarbeit mit den GfbV - Sektionen Deutschland, Schweiz und Luxemburg wie auch mit anderen Organisationen und Stiftungen (wie z.B. der Georg Kraus Stiftung) und Privatpersonen aus Deutschland und der Schweiz Hilfe für Rückkehrer nach Srebrenica organisiert im Rahmen des Projektes "Hilfe zur Selbsthilfe". Es war unser Ziel, den Rückkehrern, die vor dem Krieg Landwirtschaft und Viehzucht betrieben haben, zu helfen, die alten Tätigkeiten wiederaufzunehmen. Mit Spenden in Form von Kühen, Schafen und Ziegen wie auch landwirtschaftlichen Geräten und Saatgut wollten wir ihnen beim Überleben nach der Rückkehr helfen. Während dieser grossen Kampagne in den Jahren 2003 - 2005 konnten wir 150 Kühe, 300 Ziegen und 300 Schafe, 15 Motokultivatoren mit Anschlüssen wie auch Saatgut für 700 Familien in der Gemeinde Srebrenica verteilen.  Damit haben wir dank der grosszügigen Spenden vieler Menschen in Deutschland, Schweiz und Luxemburg vielen überlebenden Opfern das Leben in Srebrenica nach der Rückkehr erleichtert und möglich gemacht. Wir sind in die entferntesten Dörfer gefahren, um den Rückkehrern die Spende persönlich zu übergeben. Unsere Kriterien waren streng: Hilfe haben die Notdürftigsten bekommen. Vorrang unter ihnen hatten Frauen und Familien mit kleinen Kindern. 

Ein Aspekt des Projektes war, die Versöhnung zwischen den bosniakischen Rückkehrern und den serbischen Einwohnern zu fördern. Das Vieh, Saatgut und die landwirtschaftlichen Geräte wurden von den serbischen Bauern gekauft und an die bosniakischen Rückkehrer übergeben. Das Resultat war die wirtschaftliche Stärkung der serbischen Bauern in Srebrenica. Auch haben wir in einigen Fällen darum gebeten, dass nach der Verteilung von trächtigen Tieren das Kalb bzw. Zicklein an den serbischen Nachbarn weitergegeben wird. Damit haben sich wieder alte / neue Freundschaften entwickelt.

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