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26-06-2015 13:30

Im Anlass an die Kennzeichnung des 26.Juni – Internationalen Tages gegen Folter Es ist skandalös, dass der Staat Bosnien und Herzegowina trotz der gerichtlich festgelegten Tatsachen noch immer nicht das Gesetz über Rechte der Folteropfer verabschiedet hat und damit die Existenz der Konzentrationslager und der dort getöteten Opfer leugnet...

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Roma-Siedlung Butmir bei Sarajevo
Roma-Siedlung Butmir bei Sarajevo

Roma Bosnien-Herzegowinas  - allgemeine Angaben

Die Roma sind eine ethnische Minderheit ohne eigene Heimat. Die Analyse  der Roma-Minderheit in Bosnien und Herzegowina zeigt, dass diese ethnische Minderheit in die Reihe der zahlengrößten ethnischen Minderheiten in Bosnien und Herzegowina eingeordnet werden kann.

Die genau Zahl der Roma ist nicht bekannt. Es gibt verschiedene Quellen über die Anzahl der Roma, die Differenz zwischen den Zahlen ist dabei aber manchmal drastisch. So lebten hier beispielsweise nach den letzten offiziellen statistischen Angaben von der Volkszählung in Bosnien und Herzegowina aus dem Jahre 1991 ca. 9.000 Vertreter der Roma-Minderheit. Nach den Angaben der Roma-Vereinigungen aus Bosnien und Herzegowina lebten hier 1991 bis zu 80.000 Vertreter dieser ethnischen Gemeinschaft. Ein gründlicheres Nachdenken würde uns schnell zum Schluss führen, dass diese zweite Quelle verlässlicher als die Angaben der offiziellen Statistik ist oder, im schlimmsten Fall, dass die richtige Zahl zwischen den offiziellen und inoffiziellen Angaben über die Anzahl der Roma in Bosnien und Herzegowina loziert ist. Die Gründe für solch eine Lage lassen sich aus der Tatsache erkennen, dass sich die Roma bei der Volkszählung als Jugoslawen, Moslems oder Andere deklariert hatten.
Hier handelt es sich um die überdurchschnittliche Fähigkeit der Roma-Population, sich an das Millieu, in dem sie leben, anzupassen und seine Bräuche, Glaubensrichtungen und Sprachen wie auch selbst die nationale Identifikation zu übernehmen.

Während des Krieges wie auch heute haben sich viele Roma in Bosnien und Herzegowina, abhängig von ihrem Wohnort, als Bosniaken (Moslems) deklariert.
Bis zum Krieg lebten die Roma Bosniens und Herzegowinas wie alle anderen Roma Jugoslawiens – ihre Minderheitsrechte wurden geachtet. Sie beschreiben die Zeit der Tito-Herrschaft als das “goldene Zeitalter” für Roma. Durch den Krieg in Bosnien und Herzegowina hat sich die Situation der Roma jedoch deutlich verschlechtert. Der Krieg brachte die Roma an den Rand des Gesellschaftsinteresses.

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