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26-06-2015 13:30

Im Anlass an die Kennzeichnung des 26.Juni – Internationalen Tages gegen Folter Es ist skandalös, dass der Staat Bosnien und Herzegowina trotz der gerichtlich festgelegten Tatsachen noch immer nicht das Gesetz über Rechte der Folteropfer verabschiedet hat und damit die Existenz der Konzentrationslager und der dort getöteten Opfer leugnet...

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Aktuelle Presseerklärungen

26-06-2015 13:30

Im Anlass an die Kennzeichnung des 26.Juni - Internationaler Tag gegen Folter

Es ist skandalös, dass der Staat Bosnien und Herzegowina trotz der gerichtlich festgelegten Tatsachen noch immer nicht das Gesetz über Rechte der Folteropfer verabschiedet hat und damit die Existenz der Konzentrationslager und der dort getöteten Opfer leugnet

Im Anlass an die Kennzeichnung des 26.Juni - des Internationalen Tages gegen Folter - erweist die Gesellschaft für bedrohte Völker-Bosnien und Herzegowina allen Opfern der Massenmorde, der Massenfolterung, der Massenvergewaltigung und Deportation in Konzentrationslager während der Aggression auf Bosnien und Herzegowina 1992 -1995 die Ehre.
 
"Es ist unzulässig, dass es für die überlebenden Opfer dieser schrecklichen Verbrechen auch 20 Jahre nach Ende des Krieges kein Gesetz gibt, nach dem sie ihr Recht auf Sozial- und Krankenschutz, auf kostenlose juristische Beratung wie auch das Recht auf Kompensation und Rehabilitation verwirklichen könnten", betonte Fadila Memisevic, Direktorin der Gesellschaft für bedrohte Völker-Bosnien und Herzegowina, und fügte hinzu, dass Bosnien und Herzegowina nach Empfehlung des UN-Komitees gegen Folter (CAT) schon 2005 verpflichtet war, in einem Eilverfahren das Gesetz über Rechte der Folteropfer zu verabschieden, dass dieses jedoch bis heute ausgeblieben ist.

Es ist skandalös, dass trotz der Tatsache, dass das Internationale Gericht für Kriegsverbrechen in Den Haag bis jetzt etwa 800 Gefängnisstrafen für die in Bosnien und Herzegowina begangenen Verbrechen, davon etwa 90 % für Verbrechen begangen in Konzentrationslagern, ausgesprochen hat, der Staat jedoch noch immer nicht das Gesetz über Rechte der Folteropfer verabschiedet hat und damit die Existenz der Konzentrationslager und der dort getöteten Opfer leugnet. 

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